5 Marketingprobleme – clever gelöst
02 . April 2026 . Veronika Kohlert
Stehen Sie vor einer herausfordernden Marketingaufgabe? Dann wird es Sie freuen zu hören, dass unsere Münchner Werbeagentur auch für knifflige Marketingfälle überzeugende Lösungen findet. Beispiele aus 28 Jahren Agenturerfahrung gefällig? Entdecken Sie 5 clevere Marketinglösungen von Agentur 22 zu diesen Marketinghürden:
- Sales: Keine Argumente für den Hineinverkauf
- Branding: Die Marke verliert ihren Fokus
- Campaigning: Standardprodukt verliert an Aufmerksamkeit
- Product Launch: Unklare Aussprache des Produktnamens
- Online Marketing: Das Produkt ist zu abstrakt
Das Marketingproblem:
Keine Argumente für den Hineinverkauf
Einen solchen Fall hatten wir zum Beispiel bei der noch jungen Bonbonmarke Alpenbauer. Im Briefinggespräch ergab sich, dass die angepeilte Listung bei EDEKA auf Grundlage der vorliegenden Informationen kaum Chancen auf Erfolg gehabt hätte. Es musste zunächst einmal der Bedarf am Markt nachgewiesen werden.
Die Marketinglösung:
Eine digitale Blitzumfrage mit starkem Ergebnis
Wir entwickelten einen smarten Workaround über Social Media sowie SEA und konzipierten eine Promotion für die Endverbraucher. Lutsch ’n‘ Like, so das Naming der Aktion, verfolgte das Ziel, Daten möglichst vieler potenzieller Kunden für ein repräsentatives Umfrageergebnis zu erhalten. Dafür wurde neben einer Landingpage ein kurzer Fragebogen erarbeitet, welcher vom Kunden auszufüllen war. Die Belohnung: drei Packungen Alpenbauer-Bonbons nach Wahl frei Haus. Beworben wurde die Aktion über Social-Media-Anzeigen auf Facebook und Instagram sowie mit Google Ads. Durch die kostenlose Teilnahme generierten wir zusätzliche Platzierungen auf Drittportalen, wie zum Beispiel gewinnspiel.de oder sparwelt.de.
Das Erfolgsergebnis
Binnen 24 Stunden erzielten wir weit über 7.000 Teilnahmen. Und das Happy End nach unserer Aufbereitung der Daten und Salesmaterialien war ganz nach dem Geschmack des Bonbonherstellers:
- Listung bei EDEKA sowie Nutzung der Daten für den weiteren Hineinverkauf
- Steigerung der Followerzahlen auf den Social-Media-Kanälen von Alpenbauer
- Erhöhung der Markenbekanntheit und Verkaufszahlen
Das Marketingproblem:
Die Marke verliert ihren Fokus
So geschehen beim marktführenden Ofenhersteller in Deutschland. Das Sortiment wuchs und wuchs – aber warum und wozu eigentlich? Am Markt wurden einzelne Stimmen laut, die mangelnde Übersicht und Sinnhaftigkeit beklagten. Die Kritik der Fachkundschaft reichte sogar bis zu „die wollen einfach nur viele Produkte verkaufen“.
Die Marketinglösung:
Neuer USP und Claim
Nach gründlicher Wettbewerbs- und SWOT-Analyse stellten wir fest: Es handelte sich nur um ein Kommunikationsproblem. Denn als Nutzen formuliert, ist das Wirken des Ofenherstellers plötzlich einleuchtend: Nur ein wirklich breites und tiefes Sortiment ermöglicht, dass jeder Kunde seine individuelle Lösung findet. Aus dem neu justierten USP schöpfte auch der Markenclaim Motivation für einen neuen überzeugenden Fokus: Leidenschaft über alle Maße. Die Ofenwelt war für Ofenbauer und Ofenkunden wieder in Ordnung.
Das Marketingproblem:
Standardprodukt verliert an Aufmerksamkeit
So erging es der Münchner Verkehrsgesellschaft mit einem ihrer Klassiker – dem Bus. Fahrgäste ließen diesen zu Gunsten der schnelleren U-Bahn häufig links liegen. Um das Fahrgastaufkommen jedoch gleichmäßig auf das gesamte Verkehrsnetz zu verteilen, musste der Bus wieder zurück in den Fokus der Aufmerksamkeit.
Die Marketinglösung:
Emotionale Neuaufladung durch OoH-Kampagne
Auf mehr als 7.500 Werbeflächen in ganz München erweiterten wir das Bewusstsein der Fahrgäste sichtbar um den Baustein Bus. Er wurde Teil besonderer Magie, großer Entdeckerlust, des daily Bus-iness und natürlich der Kampagnenbotschaften. Es dauerte nicht lang, bis der „Kolum-Bus“ oder der „Hokuspokus Fidi-Bus“ auch als geflügelte Worte erfolgreich ihre Runden drehten.
Das Marketingproblem:
Wie spricht man den Produktnamen aus?
Als Houdek mit einem neuen Food-Produkt in einen bereits sehr breiten Markt einsteigen wollte, ging es um die Wurst. Als erstes galt es den Produktnamen K’s verständlich zu machen, dann den Kabanossnack erfolgreich bei der anvisierten Zielgruppe und im Handel zu etablieren.
Die Marketinglösung:
Homophon durchstreichen, Produktnamen einfügen
Damit der mundgerechte Kabanossnack, kurz K’s, den Verbrauchern in jeder Hinsicht leicht über die Lippen ging, haben wir zuerst einen unmissverständlichen Slogan entwickelt. „In case K‘s of hunger“ erklärte sowohl die Aussprache des Produktnamens als auch den Einsatzzweck. Doch damit nicht genug! Um weitere Verwendungsanreize für den Snack im Hosentaschenformat zu schaffen, deklinierten wir den Slogan für verschiedene Freizeitaktivitäten wie Sport, Kino und Musik durch. Somit konnten wir das Produkt zielgruppenrelevant mit emotionalen Inhalten und aufregenden Events verknüpfen. Ergebnis: Der Markt und Handel bissen an.
Das Marketingproblem:
Das Produkt ist für die Zielgruppe zu abstrakt
In der Liga der abstrakten und erklärungsbedürftigen Produkte stehen Versicherungen mit Sicherheit weit oben. Man kann sie nicht unmittelbar greifen oder erleben, da sie ein Versprechen für die Zukunft sind. Und dann ist da noch das Dilemma, dass es sich um Produkte handelt, deren Leistung man hoffentlich nie in Anspruch nehmen muss. Schnell drängt sich da die Frage auf: „Brauche ich das überhaupt?“ Wir fanden darauf eine clevere Antwort.
Die Marketinglösung:
Lass keinen Zweifel am Produktnutzen
In unserem Fall ging es um eine berufliche Haftpflichtversicherung für den europäischen Markt. Wie wichtig diese tatsächlich ist, wird einem meist erst schmerzlich bewusst, wenn es bereits zu spät ist. Deshalb war es uns bei der Ansprache der Zielgruppe außerordentlich wichtig, diesen Moment der Erkenntnis aus der Zukunft (nach dem Schadensfall) in die Gegenwart (vor dem Schadensfall) zu holen. Aus dieser Überlegung heraus griffen wir auf einen international bekannten Slogan zurück, den wohl niemand in Zweifel zieht – „Shit happens!“ Illustriert wurde die Botschaft durch das berühmte Toastbrot, das immer auf der Marmeladenseite landet, und weitere bekannte Missgeschicke aus der Lebenspraxis. So entstand bei Agentur 22 eine entwaffnend aktivierende Kampagne für den internationalen Markt.
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